„KRIEG & FRIEDEN“ – Werkschau eines beeindruckenden Kurses

eine Szenencollage von „[fann] to see“ – so der Kursname – Theaterkurs für geflüchtete Menschen in der Schotte Erfurt, gefördert durch die Bürgerstiftung Erfurt.

In ihrem Theaterstück „Krieg und Frieden“ kombinieren die Spieler des Theaterkurses für geflüchtete Menschen Momente aus ihrer Lebenswirklichkeit mit den Mitteln des Theaterspiels. Die im Laufe des Kurses 2016/17 entstandenen Szenen erzählen vom Umgang mit ihrer Realität und beschreiben sowohl das Leben in ihrer Heimat, als auch das An- und Weiterkommen hier in Deutschland, mit all den Wünschen und Hürden, die durch die Unterschiedlichkeit von Kultur und Lebenswirklichkeiten entstehen können, mal beschreibend, mal überhöht, mal leicht und lustig, mal ernst und mal für sich stehend.

Die Werkschau war vor allem ein gemeinsamer Abend für ein Zusammenkommen im Rahmen eines außergewöhnlichen Kurs- und Inszenierungsprojekts in einem aus allen Nähten platzendem Theater mit großartiger Stimmung bei Gästen und Akteuren.

Neue Wege – Workshops 2017

Die Saison 2016/2017 sollte das Jahr der besonderen Ausrichtungen werden, was sich schlussendlich auch in den Wokhop-Gestaltungen umsetzen ließ. Neben den konventionellen Workshops für Theaterspiel, Improvisation und Körperarbeit lag der Fokus auf vertiefenderen Themen:

  • Regiearbeit im Theater & in der Theaterpädagogik zu Wirkungsweisen im thealtralen Raum (avant art)
  • neue entwickelte Methoden aus dem „Theater der Unterdrückten“ nach Boal (Stiftung Ettersburg / Klassik Stiftung Weimar)
  • Reflexionsformen und Methodenentwicklung für theatrale Gruppen- & Schaffensprozesse (Ausbild Theaterpäd. EKM)
  • Transpositionen und Dolmetschen für die Theaterarbeit mit Geflüchteten (Kurs mit Geflüchteten und Neuzugewanderten im Theater „Die Schotte“, Regionalkonferenz „Kultur des Zusammenlebens (Kultur macht stark)“, Workshop Dänemark-Norwegen-Deutschland )

 

Lumicser Lichtinstallation in der Predigerkirche Erfurt

zur „Mystischen Nacht“ mit Texten und Musik mit historischer abendländischer und isrealischer Musik waren die Lumicser (H. & S. Kappelt, CWO & friends) für die Gestaltung der stimmungsvollen Optik dieses großen Kirchenraums eingeladen. Die Herausforderung bestand dabei in der Untermalung und dem Wechsel vom Abendlicht (Sonnenuntergang) auf die Nacht in der Kirche.

Galerie

Latzhosen Performances und Aktionen zum „Kirchentag auf dem Weg 2017“

Die Latzhosen: sind der „Latzhosen Spaß e.V.“ der Theaterwerkstatt Erfurt

„Sie sind unberechenbar & mal hier mal da & mal überall unterwegs! Sie schaffen Lücken! Zwischen Moderation, Gespräch und Musik & Moderation, Gespräch & Musik!
Sie machen sich bemerkbar mit Hilfe, Unterstützung und Kontakt. “
Auszug aus der Satzung des Latzhosen-Spaß e.V.

1. Die Mitglieder erscheinen plötzlich, ungefragt und liebenswert.

5. Der Verein „sitzt“ nicht, er agiert überall und auf dem Kirchentag.

12. Die Vereinskleidung hat sich im Titel manifestiert.

95. Bei Auflösung des Vereins gehen die Latzhosen in den Besitz des Gartencenters Möbisburg über.

….nach dem Erfolg auff dem Internationalen Spielmarkt in Potsdam agierten nun die Latzhosen zum „Kirchentag auf dem Weg“ für 2 Tage in Erfurt. Dabei standen neben den energievollen Begleitungen des Bibelumzugs durch die Innenstadt, die tägliche Eröffnung an der Lorenzkirche und die Begleitung der Mittagsandacht am Lutherdenkmal ebenso neue Aktionen auf dem Programm. In Kooperation mit dem Fez Berlin (Mark Kofi Asamoa, Gildette Simon dos Santos…)

Phantom (ein Spiel)

PHANTOM -ein Spiel- (ab März 2017 im Theater „Die Schotte“) beschreibt eine migrationsbiografische Konstruktion der südosteuropäischen Emigrantin Blanca, beispielgebend für das Phänomen der halblegalen Arbeitsmigration im deutschen Sprachraum. 5 SchauspielerInnen setzen sich mit den Motiven, den Erwartungen und Illusionen der im Schatten unserer westlichen Gesellschaft agierenden und doch für unseren Wohlstand mittlerweile quasi-‚zurecht’-akzeptierten Bevölkerungsgruppe auseinander, und lassen eigene Statements zu ihren Erfahrungen mit Migration und Fremdheit nicht aus. Die Vorlage von Sarah Nemitz & Lutz Hübner (2015) wird dabei in kleineren Momenten bestückt mit Texten aus Sławomir Mrożek’s „Emigranten“(1974).

Martini 2015 & 2016 auf dem Dom zu Erfurt

2016:

Martin von Tour hat Geburtstag. 1700 Jahre ist er. Zu diesem Anlass bekam das Martini-Spiel eine andere, feierlichere Note. Das Anspiel im Rahmen des ökumenischen Gottesdienstes wurde vergrößert, dafür gab es keine Predigt. Das Reiterbild „Martin von Tours“ wurde in Episoden als Fragmente erzählt und als Geburtstagsereignis final zum großen 7×10 Meter Erlebnis zusammengesetzt. Ein Augenschmaus mit Beifall ! Danke an den Ruck: Miriam Braunstein (Gestaltung, Ausstattung), Creative Team: Evangelische Kirche Erfurt, Domgemeinde Erfurt, Medienservice Donat, Akteure: Fabian Hagedorn, Tim Röder, Annemarie Brühl, Gemeindemitglieder der Ev und kath. Gemeinden Erfurt, Theater die Schotte.

2015:
Martin Luther und Martin von Tours auf den Stufen des Erfurter Dombergs, vor dem sich 5000 Menschen versammeln, um mit ihnen gemeinsam eine der beeindruckendsten ökumenischen Andachten zu begehen und zu erleben. 2015 bestand für das Gestaltungsteam, bestehend aus dem Kirchenkreis der Ev. Kirche, der katholischen Dompfarrgemeinde, der Technikbetreuung DONAT, der visuellen Gestalterin Miriam Braunstein und C.W.Olafson als dramaturgischen Gestalter die Aufgabe, „die Sprache des Herzens“ als thematischen Mittelpunkt zu formen. Im Vorfeld wurden zahlreiche Proben mit den großen und kleinen Darstellern (Kinder und Erwachene) sowie einige intensive Lichttests für die Beleuchtung durchgeführt. Die Projektionsebenen wurden neu gestaltet und bekamen Variationen von Handformungen. Wunderbare Herausforderungen der Inszenierung von Glaube und Inspiration.