Auf neuen Wegen – Eröffnung der Interkulturellen Woche Thüringen 2018

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Zur Eröffnung der Interkulturellen Woche 2018 am 21.9. im Stadtgarten Erfurt inszeniert C.W.Olafson zur Zeit das Theaterstück „MOVE & WAIT“ mit 10 Spielern, sowie der Band BbOriOn mit Saz-Musiker Essa Abed. Mit diesem Projekt initierte das BIMF im TMMJV ein ganz neues Format dieser Veranstaltung nach dem großen Erfolg neuer künstlerischer Wege für die Eröffnung im Vorjahr.

Der Veranstalter ist das Büro der Beauftragten für Integration, Migration und Flüchtlinge – Mirjam Kruppa – im Thüringer Ministerium für Weiterlesen

Phantom – Stimmen zum Festival „Treff Junges Theater Thüringen“ 2017

Jury-Begründung zur Preisträgerschaft:

[PE]
Was braucht man für einen inspirierenden Theaterabend? Ausstattung, Kostüm, Lightshow  und Nebelmaschine? Ja, zweifellos sehr bestechend. Und doch Quark, kann es am Ende eben niemals eininspiriertes Ensembleersetzen –  seinen Mut und seine Standhaftigkeit!
Das Projekt „Phantom“ lebt von fünf jungen Schauspielern, die mutig einen gesellschaftlichen Standpunkt beziehen. Sie portraitieren Menschen, lassen uns an deren Sehnsucht, Ohnmacht und Glück, an Flucht und Verderben teilhaben. Ganz ohne Zeigefinger und Betroffenheitsmoralismus. Das Ensemble entwickelt vor den Augen der Zuschauer ein gemeinsamesSpiel.Sie schaffen dabei im fliegenden Wechsel, mit dem geringst möglichen Aufwand einer Ausstattung, poetische Bilder einer berührenden Erzählung. Es ist die gängige Erzählung einer Flucht aus Armut und Unterdrückung ins Licht unserer glänzenden Republik. Um dort was zu finden? Weiterlesen

„KRIEG & FRIEDEN“ – Werkschau eines beeindruckenden Kurses

eine Szenencollage von „[fann] to see“ – so der Kursname – Theaterkurs für geflüchtete Menschen in der Schotte Erfurt, gefördert durch die Bürgerstiftung Erfurt.

In ihrem Theaterstück „Krieg und Frieden“ kombinieren die Spieler des Theaterkurses für geflüchtete Menschen Momente aus ihrer Lebenswirklichkeit mit den Mitteln des Theaterspiels. Die im Laufe des Kurses 2016/17 entstandenen Szenen erzählen vom Umgang mit ihrer Realität und beschreiben sowohl das Leben in ihrer Heimat, als auch das An- und Weiterkommen hier in Deutschland, mit all den Wünschen und Hürden, die durch die Unterschiedlichkeit von Kultur und Lebenswirklichkeiten entstehen können, mal beschreibend, mal überhöht, mal leicht und lustig, mal ernst und mal für sich stehend.

Die Werkschau war vor allem ein gemeinsamer Abend für ein Zusammenkommen im Rahmen eines außergewöhnlichen Kurs- und Inszenierungsprojekts in einem aus allen Nähten platzendem Theater mit großartiger Stimmung bei Gästen und Akteuren.

Neue Wege – Workshops 2017

Die Saison 2016/2017 sollte das Jahr der besonderen Ausrichtungen werden, was sich schlussendlich auch in den Wokhop-Gestaltungen umsetzen ließ. Neben den konventionellen Workshops für Theaterspiel, Improvisation und Körperarbeit lag der Fokus auf vertiefenderen Themen:

  • Regiearbeit im Theater & in der Theaterpädagogik zu Wirkungsweisen im thealtralen Raum (avant art)
  • neue entwickelte Methoden aus dem „Theater der Unterdrückten“ nach Boal (Stiftung Ettersburg / Klassik Stiftung Weimar)
  • Reflexionsformen und Methodenentwicklung für theatrale Gruppen- & Schaffensprozesse (Ausbild Theaterpäd. EKM)
  • Transpositionen und Dolmetschen für die Theaterarbeit mit Geflüchteten (Kurs mit Geflüchteten und Neuzugewanderten im Theater „Die Schotte“, Regionalkonferenz „Kultur des Zusammenlebens (Kultur macht stark)“, Workshop Dänemark-Norwegen-Deutschland )

 

Phantom (ein Spiel)

PHANTOM -ein Spiel- (ab März 2017 im Theater „Die Schotte“) beschreibt eine migrationsbiografische Konstruktion der südosteuropäischen Emigrantin Blanca, beispielgebend für das Phänomen der halblegalen Arbeitsmigration im deutschen Sprachraum. 5 SchauspielerInnen setzen sich mit den Motiven, den Erwartungen und Illusionen der im Schatten unserer westlichen Gesellschaft agierenden und doch für unseren Wohlstand mittlerweile quasi-‚zurecht’-akzeptierten Bevölkerungsgruppe auseinander, und lassen eigene Statements zu ihren Erfahrungen mit Migration und Fremdheit nicht aus. Die Vorlage von Sarah Nemitz & Lutz Hübner (2015) wird dabei in kleineren Momenten bestückt mit Texten aus Sławomir Mrożek’s „Emigranten“(1974).

80 Tage – in 80 Minuten

Jan. 2016: Die Inszenierung „Reise um die Erde in 80 Tage“ mit den (… damals vor 13 Monaten im Dezember 2014) jüngsten Spielern der Schotte entpuppt sich aktuell als besucherstarke Produktion im Kinder- und Jugendtheater „Die Schotte“ Erfurt.
 

So einiges in diesem Stück ist „very britisch“: die erzählerische Haltung der 22 Figuren, das universelle Bühnenbild (wonderful: Coco Ruch); &  das eigens entworfene Revue-Prinzips als Spielart des Stücks. Bemerkenswert: das Instrumentarium für die musikalischen Etappen kommt aus der Feder der Spieler, live und selbst entwickelt.

Zur Handlung (ohne allzuviel zu verraten, denn Spoiler gibt es sogar in der Inszenierung) : Die Clubmitglieder des Reformclubs (in dem die Wette über die Reise in 80 Tagen „vor 80 Tagen“ vereinbart wurde) spielen ihre Version getreu den Zeitungsberichten der Times, des Standards und Morning Chronicles über die Reise des Phileas Fogg und seines Dieners Passepartout, während sie die wahrscheinliche Rückkehr am gleichen Abend noch erwarten bzw. erhoffen (bis auf wenige Ausnahmen, die eher auf Geld glotzen 🙂 ) – und das mit allem was sie zur Verfügung haben. auf ihrer Reise bleibt es auch nicht bei einem Fogg & einem Diener, da tummeln sich alle weiteren Spieler in allen möglichen Rollen, von Witwen über Generäle bis zu Indianern und nicht zuletzt den Inspektoren auf falscher Fährte. Aber Fogg wäre nicht Fogg, wenn ein nicht wie ein Chronometer der Firma Earnshaw… aber mehr dazu auf der Bühne – RIGHT.
THX to the amazing colleages: Steffi Lang & Jule Kolata! Powerwomen!