Phantom (ein Spiel)

PHANTOM -ein Spiel- (ab März 2017 im Theater „Die Schotte“) beschreibt eine migrationsbiografische Konstruktion der südosteuropäischen Emigrantin Blanca, beispielgebend für das Phänomen der halblegalen Arbeitsmigration im deutschen Sprachraum. 5 SchauspielerInnen setzen sich mit den Motiven, den Erwartungen und Illusionen der im Schatten unserer westlichen Gesellschaft agierenden und doch für unseren Wohlstand mittlerweile quasi-‚zurecht’-akzeptierten Bevölkerungsgruppe auseinander, und lassen eigene Statements zu ihren Erfahrungen mit Migration und Fremdheit nicht aus. Die Vorlage von Sarah Nemitz & Lutz Hübner (2015) wird dabei in kleineren Momenten bestückt mit Texten aus Sławomir Mrożek’s „Emigranten“(1974).

Purgatorio Interferenza mit LERZ & OLAFSON

Die Multimedia-Installation im Stadtmuseum Erfurt (Mai/Juni 2016) setzt sich mit dem „Purgatorium“ (Fegefeuer) von Dante Alighieri auseinander – in aufstrebenden, nach oben gerichteten und an farbliche Interferenzmuster angelehnte Formen, die dem „bergaufgerichteten Weg der Läuterung am Läuterungsberg“ folgen und in Verwandtschaft mit der Organik des Feuers stehen, schließlich in deren Abstraktion sowohl auf der visuellen als auch auf der auditiven Ebene weiterentwickelt.

 

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80 Tage – in 80 Minuten

Jan. 2016: Die Inszenierung „Reise um die Erde in 80 Tage“ mit den (… damals vor 13 Monaten im Dezember 2014) jüngsten Spielern der Schotte entpuppt sich aktuell als besucherstarke Produktion im Kinder- und Jugendtheater „Die Schotte“ Erfurt.
 

So einiges in diesem Stück ist „very britisch“: die erzählerische Haltung der 22 Figuren, das universelle Bühnenbild (wonderful: Coco Ruch); &  das eigens entworfene Revue-Prinzips als Spielart des Stücks. Bemerkenswert: das Instrumentarium für die musikalischen Etappen kommt aus der Feder der Spieler, live und selbst entwickelt.

Zur Handlung (ohne allzuviel zu verraten, denn Spoiler gibt es sogar in der Inszenierung) : Die Clubmitglieder des Reformclubs (in dem die Wette über die Reise in 80 Tagen „vor 80 Tagen“ vereinbart wurde) spielen ihre Version getreu den Zeitungsberichten der Times, des Standards und Morning Chronicles über die Reise des Phileas Fogg und seines Dieners Passepartout, während sie die wahrscheinliche Rückkehr am gleichen Abend noch erwarten bzw. erhoffen (bis auf wenige Ausnahmen, die eher auf Geld glotzen 🙂 ) – und das mit allem was sie zur Verfügung haben. auf ihrer Reise bleibt es auch nicht bei einem Fogg & einem Diener, da tummeln sich alle weiteren Spieler in allen möglichen Rollen, von Witwen über Generäle bis zu Indianern und nicht zuletzt den Inspektoren auf falscher Fährte. Aber Fogg wäre nicht Fogg, wenn ein nicht wie ein Chronometer der Firma Earnshaw… aber mehr dazu auf der Bühne – RIGHT.
THX to the amazing colleages: Steffi Lang & Jule Kolata! Powerwomen!

Europa in Weimar – Workshops

Workshops in der EJBW: mit umfangreichen und sehr engagierten Programmen für Jugendliche, welche sich für ein modernes Europa, für Gestaltung, Mitmenschlichkeit, Vielfalt und vor allem für demokratische Aufklärung einsetzt und dort große Nachfrage hat. C.W.Olafson gestaltet dort in erster Linie Power-up-/ Energizer- & Improvisationsworkshops mit Theatermitteln und aus der Erfahrung vielfältiger Aktionsformen, für In- und Outdoor.